Bergsport

bergsport

Der gesamte Outdoor-Bereich erfreut sich seit Jahren stetig wachsender Beliebtheit. Zunehmend suchen Menschen in der Natur nach Freiheit, Abenteuer und einem Ausgleich zu dem alltäglichen Trott. Durch diesen Boom profitieren auch Sportarten, die bisher noch nicht im Fokus einer breiteren Öffentlichkeit standen. Dazu gehört sicher auch der Bereich Bergsport. Doch was ist unter dem Begriff zu verstehen? Hier nun ein Definitionsversuch samt einiger Beispiele.

Allgemein gesagt umfasst Bergsport eine Reihe von extremere, anspruchsvollen Sportarten, die im Gebirge ausgeübt werden. Es gibt Positionen, die den Bergsport vom Alpinismus unterscheiden. Bei letzterem seien neben dem Sport auch soziale, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte der Alpenregion von etwa gleich großer Bedeutung. Dagegen beschränke sich der Bergsport nur auf die sportliche Ebene. Das ist aber sicher ein wenig zu rigoros ausgedrückt, den auch Bergsportler sind Menschen, die Interesse an kulturellen und sozialen Kontakten haben. Treffend ist aber sicher, dass die sportliche Ebene größere Bedeutung hat. Da der Bergsportler das Risiko und die Konfrontation mit der ungezähmten Natur sucht, schätzt er natürlich auch eher touristisch unerschlossene Gebiete. Das Einschätzen des Risikos beispielsweise einer Tour oder Route machen schließlich einen wesentlichen Teil des Reizes des Bergsports aus.

Zu den Bergsportarten zählen: Bergsteigen, Klettern (mit seinen zahlreichen Varianten wie zum Beispiel Freiklettern, Höhlenklettern, Speedklettern oder Free Solo), Skitouren (Bergsteigen mit Skiern und anschließende Talfahrt abseits präparierter Pisten), Schneeschuhwandern ( Wandern mit Schneeschuhen als Alternative zum Tourenskilaufen für jene, die keinen Wert auf schnelle Abfahrten legen oder nicht Skifahren können bzw. wollen), Wandern (in verschiedenen Varianten wie dem Speed Hiking), Mountainbiken (auch hier in mehreren Varianten wie Freeride, Cross Country oder Downhill), Trekking ( Zurücklegen längerer Strecken zu Fuß, per Trekkingrad, zu Pferd, Kanu oder auf Skiern mit Ausrüstung unter Verzicht auf eventuell vorhandene Infrastruktur; Wildnis-Trekking wird sogar in Gebieten fern der Zivilisation durchgeführt und die professionell  Königsvariante ist natürlich die klassische Expedition ) und Canyoning ( Begehen von Schluchten durch zum Beispiel Abseilen, Springen, Abklettern, Rutschen, Schwimmen und gelegentlich sogar Tauchen). Gewöhnliches Skifahren auf Skipisten wird übrigens eher nicht zu den Bergsportarten gezählt, denn durch gesetzliche Vorschriften und präparierte Skipisten hat bereits eine deutliche Risikominimierung stattgefunden. Und natürlich sieht sich der echte Bergsportler so seiner eigenen Risikoeinschätzung und damit eines wesentlichen Teil des Reizes seiner Sportart beraubt.

Es überrascht nicht, dass all die genannten Sportarten spezielle Ausrüstung benötigen. Auch kann sie nicht jedermann einfach so praktizieren. Da der Sportler sich bei der Ausübung seines Sports oft und bewusst in zivisilatorisch eher schlecht erschlossene, einsame Gebiete begibt, setzt er sich einem deutlich erhöhten Risiko aus. Zu den möglichen Gefahren zählen natürlich wetterbedingte wie Unwetter, Temperaturstürze etc.. Im Gebirge lauern die üblichen Gefahren der Berge wie Lawinen, Wetterumschwung, Steinschlag, Eissturz und Muren sind eine reelle Bedrohung für den Sportler. Die Ausrüstung muss für solch raue und extreme Umgebungen oder Bedingungen konzipiert sein. Auch muss der Sportler sich in einwandfreier körperlicher und mentaler Verfassung befinden und deshalb dementsprechend gut trainiert sein. Nur so kann der Sportler die Herausforderungen sicher bewältigen.

Keine Kommentare mehr möglich.